Im Spiel gibt es drei Essenspausen – passend zu den Spielphasen. Das Essen muss kein großes Menü sein. Doch es kann dem Abend seine Farbe geben: den Duft von Sevilla, die Wärme Andalusiens, das leise Klirren von Gläsern in einer Bar, in der der Sommer nie ganz vergeht. Ob kleine Tapas, ein unkompliziertes Buffet oder Mitbringsel für den Tisch – wichtig ist nur, dass alle sich wohlfühlen und der Abend seinen Rhythmus behält.
Tapas für laue Stunden
Kleine Gerichte, die nach Andalusien klingen: nach Bars voller Stimmen, nach späten Stunden, nach Wärme, Salz und offenem Fenster. Ideal als Auftakt – oder als ganzer Abend auf vielen kleinen Tellern.
Kaum ein Land liebt Kartoffeln so sehr wie Spanien. Viele klassische Gerichte kommen ohne sie gar nicht aus. Dazu gehören die tortilla de patatas, huevos rotos oder auch pulpo a la gallega.
Da überrascht es nicht, dass man in Spanien auch Calamares oft mit Kartoffeln zubereitet. Vor allem kleine Tintenfische heißen dort meist chipirones. Dieses Gericht ist einfach, schnell und typisch spanisch.
Zutaten für 4 Portionen:
750 g kleine Calamares mit Tentakeln
5–6 mittelgroße Kartoffeln
4 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Zitrone
1 Prise scharfer roter Pfeffer
etwas Petersilie, fein gehackt
2 EL Olivenöl
Salz
schwarzer Pfeffer
Zubereitung:
Die Kartoffeln schälen und in etwa 1,5 cm große Würfel schneiden.
Die Calamares quer aufschneiden, mit den Tentakeln in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser überbrühen. Das Wasser abgießen. Die Calamares danach gründlich mit Küchenpapier trocknen. So ziehen sie beim Braten weniger Wasser.
Stattdessen können Sie die Calamares auch 30 Sekunden in kochendem Wasser blanchieren und dann gut abtrocknen.
2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Kartoffeln bei mittlerer Hitze goldbraun braten. Dann auf einen Teller geben.
Die Hitze erhöhen. In derselben Pfanne die Calamares 1 bis 2 Minuten scharf anbraten. Danach zu den Kartoffeln legen.
Die Pfanne wieder auf mittlere Hitze stellen. Den Knoblauch 30 Sekunden in etwas Öl anbraten. Dann Kartoffeln und Calamares zurück in die Pfanne geben. Mit dem Saft der Zitrone beträufeln. Petersilie und eine Prise scharfen Pfeffer dazugeben.
Alles gut mischen und sofort servieren.
Tapas: Garnelen mit Knoblauch
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Im Ranking der 100 wichtigsten Rezepte Spaniens von Directo al Paladar belegt diese Tapas einen beachtlichen 76. Platz.
Zutaten für 2 Portionen:
8–10 große Garnelen mit Kopf und Schale
4 Knoblauchzehen
100–120 ml Olivenöl
1 kleine getrocknete Cayenne-Schote oder 1/2 TL Chiliflocken
1 TL Zitronensaft oder einige Tropfen Weißweinessig, nach Belieben
1 EL Petersilie, fein gehackt
Salz
Weißbrot zum Servieren
Zubereitung:
Die Garnelen schälen. Köpfe, Schalen und den Darm entfernen. Die Schwanzspitzen können bleiben. Die Garnelen leicht salzen.
Den Saft aus den Köpfen vorsichtig in eine kleine Schüssel drücken und beiseitestellen.
Zwei Knoblauchzehen mit der flachen Messerseite andrücken. Die anderen zwei in dünne Scheiben schneiden.
Das Olivenöl bei mittlerer Hitze erwärmen. Den angedrückten Knoblauch sowie Garnelenköpfe und -schalen hineingeben. Alles 5 bis 6 Minuten sanft ziehen lassen. Dabei umrühren. Der Knoblauch darf nicht braun werden.
Das Öl durch ein Sieb gießen und zurück in die Pfanne geben.
Die Pfanne wieder auf mittlere Hitze stellen. Knoblauchscheiben und Cayenne oder Chiliflocken hineingeben. Etwa 20 bis 30 Sekunden braten, bis der Knoblauch duftet. Er soll nicht dunkel werden.
Die Garnelen in einer Schicht in die Pfanne legen. Etwa 40 bis 60 Sekunden auf einer Seite garen, dann wenden und weitere 30 bis 60 Sekunden braten. Die Garnelen sollen gerade eben rosa und fest werden.
Den Saft aus den Garnelenköpfen mit dem Zitronensaft oder Essig mischen, falls verwendet. Am Ende in die Pfanne geben.
Sofort die Petersilie hinzufügen, vorsichtig mischen und die Pfanne vom Herd nehmen.
Die Gambas al ajillo servieren am besten mit Weißbrot, damit man das aromatische Öl auftunken kann.
Wichtig
Die Garnelen nicht zu lange braten, sonst werden sie zäh.
Der Knoblauch soll nur Aroma geben, nicht verbrennen.
Zitrone oder Essig sind optional. Ohne sie schmeckt das Gericht klassischer.
Besonders authentisch wirkt das Gericht in einer kleinen Tonschale oder einer sehr kleinen Pfanne.
Escalivada: katalanisches Ofengemüse
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Die klassische Grundversion ist vegetarisch und vegan. Nach Belieben können dazu Bauernbrot, Anchovis, Thunfisch oder etwas Knoblauch serviert werden.
Zutaten für 4–6 Portionen:
4 Auberginen
4 rote Paprika oder rote Spitzpaprika
gutes natives Olivenöl extra
grobes Meersalz
Zubereitung:
Den Backofen auf 200 °C Umluft oder 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Auberginen und Paprika auf ein Backblech legen.
Die Auberginen mehrmals mit einem Messer oder einer Gabel einstechen.
Das Gemüse backen, bis die Paprika stellenweise deutlich geschwärzt sind und zusammenfallen und die Auberginen sehr weich geworden sind. Als Richtwert gilt: Paprika: 35–45 Minuten, Auberginen: 45–60 Minuten, manchmal etwas länger.
Die Paprika sofort nach dem Backen in eine Schüssel geben und 15–20 Minuten abdecken.
Dann die Haut abziehen, die Kerne entfernen und den austretenden Saft auffangen.
Die Auberginen etwas abkühlen lassen und ebenfalls häuten.
Beides mit den Händen in lange Streifen zupfen.
Auf einer Platte anrichten, mit dem Gemüsesaft und reichlich gutem Olivenöl beträufeln und mit grobem Meersalz bestreuen.
Das Gericht vor dem Servieren 10–15 Minuten ruhen lassen.
Am besten nicht eiskalt servieren, sondern bei Zimmertemperatur.
Wichtig
Rote Paprika bringen den besten und typischsten Geschmack.
Gutes Olivenöl ist hier besonders wichtig.
Die Escalivada lebt von ihrer Einfachheit. Gerade das macht sie so authentisch.
Albondigas: spanische Fleischbällchen
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Der Name verrät ihre Herkunft: albondigas geht auf das Arabische zurück. Das passt zur spanischen Küche, die viele Spuren der maurischen Zeit bewahrt hat.
Zutaten für 4 Portionen: Für die Fleischbällchen
500 g gemischtes Hackfleisch
3–4 EL Paniermehl
1 Ei
2 Knoblauchzehen, fein gerieben oder fein gehackt
2 EL Petersilie, fein gehackt
1 TL Salz
etwas schwarzer Pfeffer
2–3 EL Mehl zum Wenden
Olivenöl zum Braten
Für die Sauce
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Lorbeerblatt
1 EL Mehl
150 ml trockener Weißwein
300–400 ml Brühe
2–3 EL Olivenöl
Salz nach Geschmack
Zubereitung:
Für die Fleischbällchen das Hackfleisch mit Paniermehl, Ei, Knoblauch, Petersilie, Salz und Pfeffer in einer Schüssel gut vermengen.
Aus der Masse kleine Bällchen in der Größe einer Walnuss formen. Leicht in Mehl wenden.
Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Fleischbällchen rundum kurz anbraten, bis sie leicht gebräunt sind. Sie müssen noch nicht ganz durchgegart sein. Danach auf einen Teller legen.
In derselben Pfanne die fein gehackte Zwiebel und den Knoblauch 5 bis 7 Minuten bei mittlerer Hitze weich dünsten.
Das Mehl dazugeben und rasch verrühren. Dann den Weißwein und danach die Brühe angießen. Das Lorbeerblatt hinzufügen und die Sauce 5 Minuten sanft köcheln lassen.
Die Fleischbällchen zurück in die Pfanne geben und alles bei schwacher Hitze 12 bis 15 Minuten garen, bis die Sauce leicht bindet und die Bällchen durch sind.
Am Ende mit Salz abschmecken und sofort servieren.
Wichtig
Die Fleischbällchen nur kurz anbraten. Fertig garen sie später in der Sauce.
Die Sauce muss nicht püriert werden. Gut geschmorte Zwiebeln reichen völlig aus.
Mit Brot serviert schmecken die albóndigas besonders spanisch.
Champignons in Weißweinsauce
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Dieses Rezept ist vegetarisch und vegan.
In San Sebastián gehören Pintxos zum Alltag. Man zieht von Bar zu Bar, probiert kleine Happen und bestellt warme und kalte Spezialitäten. Zu den klassischen warmen Pintxos zählen Pilze. Diese Version mit Weißwein, Knoblauch und Petersilie ist einfach, schnell und sehr spanisch.
Zutaten für 4 Portionen:
500–700 g Champignons
4–5 Knoblauchzehen
120 ml trockener Weißwein
2–3 EL Olivenöl
1–2 EL Petersilie, fein gehackt
1 EL Semmelbrösel oder Paniermehl
Salz
schwarzer Pfeffer
Baguette zum Servieren
Zubereitung:
Die Champignons halbieren.
Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Den fein gehackten Knoblauch darin 20 bis 30 Sekunden anschwitzen. Er soll duften, aber keine Farbe nehmen.
Die Champignons dazugeben, salzen und bei recht starker Hitze 5 bis 7 Minuten braten, bis sie leicht gebräunt sind.
Den Weißwein angießen, die Hälfte der Petersilie hinzufügen und alles weitere 8 bis 10 Minuten garen, bis die Flüssigkeit etwas einkocht.
Die Semmelbrösel einstreuen, gut umrühren und noch 1 Minute weitergaren, damit die Sauce leicht bindet.
Mit der restlichen Petersilie bestreuen und sofort mit geröstetem Baguette servieren.
Nach Belieben
etwas fein gehackte scharfe Chili
Wichtig
Den Knoblauch nicht bräunen.
Die Pilze zuerst kräftig anbraten und erst dann den Wein zugeben.
Das Brot passt perfekt, um die Sauce aufzunehmen.
Gazpacho andaluz – kalte Gemüsesuppe auf andalusische Art
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Dieses Rezept ist vegetarisch und vegan.
Diese Vitaminbombe aus Andalusien nährt die Spanier neun Monate im Jahr. Der Geschmack reifer Sommertomaten, guten Olivenöls und trockenen Weißbrots ist kaum zu übertreffen. Das Brot gibt echtem Gazpacho zudem seine typische Farbe: das satte Orange einer reifen Papaya.
Zutaten für 4 Portionen:
1 kg sehr reife Tomaten, am besten Rispentomaten oder Strauchtomaten
1 kleine Gurke
1/2 grüne oder rote Paprika
1 kleine Knoblauchzehe
40–50 g Weißbrot, am besten vom Vortag
3–4 EL natives Olivenöl extra
1–1,5 EL Sherry-Essig oder Weißweinessig
Salz
2–4 EL sehr kaltes Wasser, nach Bedarf
Zubereitung:
Die Brotkruste abschneiden. Die Krume 5 Minuten in wenig Wasser einweichen und dann leicht ausdrücken.
Die Tomaten grob schneiden. Die Gurke ganz oder teilweise schälen. Die Paprika ebenfalls grob schneiden.
Tomaten, Gurke, Paprika, Knoblauch und Brot in den Mixer geben und fein pürieren.
Salz und Essig hinzufügen und noch einmal kurz mixen.
Dann das Olivenöl bei laufendem Mixer in einem dünnen Strahl einfließen lassen. So wird die Suppe glatter und seidiger.
Falls der Gazpacho andaluz zu dick ist, 2 bis 4 EL sehr kaltes Wasser zugeben.
Die Suppe mindestens 1 Stunde, besser 2 bis 3 Stunden, kalt stellen. Vor dem Servieren noch einmal gut umrühren.
Nach Belieben
fein gewürfelte Gurke
fein gewürfelte Paprika
fein gewürfelte Tomate
Croûtons
Wichtig
Der Geschmack steht und fällt mit den Tomaten.
Im Sommer am besten sehr reife Strauchtomaten verwenden.
Außerhalb der Saison ist oft diese Mischung besser: 700 g frische Tomaten plus 300 ml Passata.
Im Notfall kann man auch guten Tomatensaft verwenden.
Nicht zu viel Knoblauch nehmen.
Lieber gut kühlen als Eiswürfel direkt in die Suppe geben.
Der Hauptgang: herzhaft, warm, südlich
So schmeckt der Süden Spaniens: ohne Prunk, aber voller Aroma. Gut vorzubereiten und perfekt für einen langen Abend.
1 kg Kartoffeln, am besten mehligkochend oder vorwiegend festkochend
200–250 g Chorizo zum Kochen
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
1 Lorbeerblatt
1 TL edelsüßes geräuchertes Paprikapulver
1 Prise scharfes Paprikapulver, nach Belieben
700–800 ml Wasser oder leichte Hühnerbrühe
Salz
1 EL pulpa de pimiento choricero oder Choricero-Paste, nach Belieben
Zubereitung:
Die Zwiebel fein hacken. Den Knoblauch ebenfalls fein schneiden.
Die Chorizo in Scheiben schneiden.
Die Kartoffeln schälen und nicht glatt durchschneiden, sondern in unregelmäßige Stücke brechen. Das ist wichtig: So wird die Brühe später sämiger und typischer.
In einem Topf das Olivenöl erhitzen. Die Zwiebel darin etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze weich dünsten.
Knoblauch und Chorizo zugeben und weitere 2 bis 3 Minuten mitgaren.
Den Topf kurz vom Herd ziehen. Das süße Paprikapulver, etwas scharfes Paprikapulver und, falls vorhanden, die Choricero-Paste einrühren.
Sofort die Kartoffeln und das Lorbeerblatt zugeben. Mit Wasser oder Brühe aufgießen, sodass die Kartoffeln fast bedeckt sind.
Alles zum Kochen bringen und dann 25 bis 30 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Die Kartoffeln sollen weich werden, die Brühe leicht andicken.
Am Ende mit Salz abschmecken. Vor dem Servieren 5 Minuten ruhen lassen.
Wichtig
Am besten spanische Chorizo verwenden, keine beliebige Räucherwurst.
Das Paprikapulver sollte geräuchert und süß sein.
Die Kartoffeln nicht sauber schneiden, sondern in Stücke brechen. Dazu das Messer ansetzen und die Stücke am Ende abbrechen. Die rauen Kanten geben Stärke ab, binden die Sauce und nehmen Geschmack besonders gut auf.
Die Brühe am Anfang nicht zu stark einkochen. Die Kartoffeln binden von selbst.
Für eine besonders authentische Note: Wenn Sie pulpa de pimiento choricero finden, geben Sie 1 EL dazu. Wenn nicht, reicht gutes geräuchertes Paprikapulver völlig aus. Für eine einfache Hausversion ist das der beste Ersatz.
La coca: katalanische Pizza
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Dieses Rezept ist vegetarisch und vegan.
In Spanien gibt es nicht nur italienische Pizza, sondern auch eine eigene Variante: coca. Besonders verbreitet ist sie in Katalonien, auf Mallorca, in Valencia und in Alicante. Die einfachste Form wird mit Tomaten und Zwiebeln belegt. Es gibt aber auch Versionen mit Thunfisch, Anchovis oder sogar mit Kirschen.
Die katalanische coca enthält oft keinen Käse. Gerade das macht sie leichter als viele klassische Pizzen. Im Ranking der 100 wichtigsten Gerichte Spaniens von Directo al Paladar steht sie auf Platz 43.
Zutaten für 4 Personen:
320 g Mehl
5 g frische Hefe
150 ml warmes Wasser
1/2 TL Salz
schwarzer Pfeffer
1 Zucchini
1 Zwiebel
2–3 Tomaten
1 TL geräuchertes Paprikapulver
1 Zweig Thymian, nur die Blättchen
2 EL Olivenöl für den Teig
etwas Olivenöl zum Beträufeln
Zubereitung:
Die Hefe in 50 ml warmem Wasser auflösen und 5 Minuten stehen lassen.
Das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben. Die Hefe dazugeben und nach und nach die restlichen 100 ml warmes Wasser einarbeiten. Dann 2 EL Olivenöl zufügen und alles zu einem glatten Teig kneten.
Den Teig mit einem Tuch abdecken und 30 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen.
Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
Zucchini, Zwiebel und Tomaten in dünne Scheiben schneiden.
Den Teig mit den Händen oder mit dem Nudelholz zu einem länglichen Fladen von etwa 1 cm Dicke ausrollen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit etwas Olivenöl beträufeln und 10 Minuten vorbacken.
Dann aus dem Ofen nehmen. Erst die Zucchini, dann die Tomaten und zuletzt die Zwiebel darauf verteilen. Mit Salz, schwarzem Pfeffer, geräuchertem Paprikapulver und Thymianblättchen würzen. Noch einmal mit etwas Olivenöl beträufeln.
Die coca weitere 25–30 Minuten backen, bis das Gemüse weich ist und der Teig goldbraun wird.
Tipp: In Deutschland ist fertiger Pizzateig der einfachste und beste Kompromiss für coca. Für eine dünnere und knusprigere Version eignet sich auch Flammkuchenteig. Den Teig etwas dünner ausrollen als für Pizza, keinen dicken Rand formen, nur sparsam belegen und darauf achten, dass die Zutaten nicht zu viel Flüssigkeit abgeben. So kommt die coca dem spanischen Original am nächsten.
Nach Belieben
Thunfisch
Anchovis
Mit diesen Zusätzen ist das Gericht nicht mehr vegetarisch und nicht mehr vegan.
Süßes Finale
Ein kleiner, feiner Schluss: süß, weich und gerade üppig genug, um den Abend langsam ausklingen zu lassen.
Hinweis: Ohne Käse ist dieses Rezept vegan und vegetarisch. Mit Parmesan ist es nicht vegan. Für eine vegetarische Variante eignet sich ein Hartkäse ohne tierisches Lab.
Es klingt erst einmal gewagt. In Wahrheit ist diese spanische Kleinigkeit eine der einfachsten, die man zubereiten kann. Man füllt eine geöffnete Dattel mit würzigem Käse, setzt eine Walnuss darauf und überlässt den Rest dem Ofen.
Die fertigen Datteln passen zu einem Cocktail, zu einem Glas weißen Rioja oder auch als kleines Dessert.
Zutaten:
Datteln
Walnüsse, geschält
Parmesan oder anderer gereifter Käse
Olivenöl
1 Zweig Thymian
Zubereitung:
Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
Ein Backblech mit einer Backmatte oder mit Backpapier auslegen.
Die Datteln längs aufschneiden und die Kerne vorsichtig entfernen.
Den Parmesan in dünne Scheiben schneiden und dann in kleine Stücke brechen.
Die Walnusshälften je nach Größe halbieren oder ganz lassen. Bei großen Datteln können die Hälften auch im Ganzen verwendet werden.
Die entsteinten Datteln leicht mit Olivenöl beträufeln.
In jede Dattel etwas Käse legen und obenauf eine Walnuss setzen.
Die gefüllten Datteln auf das Blech legen und 10 Minuten im Ofen backen.
Danach mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Thymian bestreuen.
Aus den Bars von Sevilla
Mal frisch und fruchtig, mal trocken und tief – Getränke, die den Abend nicht unterbrechen, sondern weiterschreiben.
So lässt sich für Gäste am einfachsten arbeiten: zuerst eine gemeinsame alkoholfreie Basis ansetzen, dann einen Teil so servieren und den anderen mit Rotwein zur klassischen Sangría machen. So bleibt der Geschmack nah beieinander, der Tisch wirkt stimmig, und Sie müssen nicht zwei ganz verschiedene Getränke vorbereiten.
Portionen: 6–8 Zutaten für die Basis
750 ml roter Traubensaft
250 ml Orangensaft
300–500 ml Mineralwasser mit Kohlensäure oder Lemon Soda
1 Orange, in Scheiben
1/2 Zitrone, in Scheiben
1 Apfel, in Würfeln
viel Eis
nach Belieben 1 Zimtstange
Zubereitung der Basis
Traubensaft, Orangensaft, Orangenscheiben, Zitronenscheiben, Apfel und nach Belieben die Zimtstange mischen. Noch kein Eis und keine Kohlensäure zugeben. Die Mischung gut kühlen.
Erst kurz vor dem Servieren Eis und Mineralwasser oder Lemon Soda hinzufügen.
Alkoholfreie Version
Die Basis einfach so servieren.
Für einen besseren Geschmack:
lieber mehr Mineralwasser und weniger süße Limonade verwenden
mit der Zitrone sparsam sein
das Obst nicht zu lange ziehen lassen
Alkoholische Version Zu 1 Liter der fertigen Basis geben:
350–500 ml jungen spanischen Rotwein
nach Belieben 30–50 ml Brandy
Für eine leichte, angenehme Version:
1 Liter Basis
400 ml Rotwein
100–150 ml zusätzliches Mineralwasser
viel Eis
Am praktischsten für Gäste Krug 1: alkoholfreie Sangría
Basis
Eis
Mineralwasser oder Lemon Soda
Krug 2: alkoholische Sangría
2 Teile derselben Basis
1 Teil Rotwein
etwas zusätzliches Mineralwasser
Eis
Welcher Wein passt Am besten eignen sich:
Rioja joven
Garnacha
ein junger spanischer Tempranillo
Kein schwerer, lange gereifter Wein. Für Sangría ist das nicht nötig.
Wichtig
Die Basis sollte eher trocken und fruchtig schmecken, nicht wie süße Bowle.
Nicht zu viel Obst verwenden.
Guter roter Traubensaft macht den größten Unterschied.
Formel in einer Zeile:
Erst Traubensaft, Orangensaft, Zitrusfrüchte und Obst als kühle Basis mischen, dann einen Teil alkoholfrei lassen und den anderen mit Rotwein zur Sangría machen.
Weine für einen andalusischen Abend
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Für diesen Abend braucht es keine große Weinkarte. Am besten passt eine kleine Auswahl andalusischer Sherrys. Sie ist authentisch, vielseitig und begleitet die Gerichte besser als viele andere Weinstile.
Manzanilla ist der ideale Auftakt: trocken, salzig, frisch. Sie passt zu gambas al ajillo, Oliven, Mandeln, Pilzen und leichten Tapas.
Fino wirkt etwas strenger und geradliniger. Er harmoniert mit gazpacho, escalivada, coca, Knoblauchgerichten sowie Fisch und Meeresfrüchten.
Amontillado bringt mehr Tiefe und Nussigkeit. Er passt zu Pilzen, kräftigeren Gemüsegerichten, albóndigas und gereiftem Käse.
Pedro Ximénez gehört an das Ende des Abends: in kleinen Gläsern, zu Dessert, Eis oder einem Stück Hartkäse.
Weniger gut passen süße Cream Sherrys, schwere Rotweine und fruchtige halbsüße Weißweine. Sie überdecken leicht die feinen, salzigen und knoblauchbetonten Aromen des Tisches.
Wer nur zwei Flaschen öffnen will, nimmt Manzanilla und Amontillado. Wer nur eine wählt, nimmt Manzanilla.
Diese Rezepte und Getränke ergänzen perfekt die Atmosphäre Ihres Abends und ermöglichen es den Teilnehmern, in die Welt von Geheimnissen und Intrigen einzutauchen.